Das BerndBlog Nordhessen

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Die Hummelwerkstatt

„Die Hummelwerkstatt (Hummelzoo) am Ortsausgang von Naumburg stellt einen besonderen außerschulischen Lernort dar. 1994 in Zusammenarbeit mit der Universität Kassel errichtet, beherbergt sie über das Sommerhalbjahr verschiedene Hummelvölker, die in einem speziellen Rotlichtraum quasi unter der Erde beobachtet werden können.“

Auf dem Land gibt es immer etwas zu entdecken. Und wenn es nur Hummeln im Rotlicht wären.

Hummelwerkstatt


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Kein zweites Salzmann am Kulturbahnhof Kassel! – Online Petition

 
Klar, Kassel ist pleite. Und wieder wird an der völlig falschen Stelle gespart. Eine Kulturkatastrophe!!! Bitte diesen Aufruf unterzeichnen und weiterleiten!

Kassel spart an Bibliotheken, leistet sich aber zugleich den völlig unsinnigen Flughafen Kassel-Calden. Für dessen Schuldenabbau wird die Kunst und Kultur vor Ort geopfert. Für das weltweite Ansehen Kassels als Stadt der Documenta ist dies ein irreparabler Schaden.

Kein zweites Salzmann am Kulturbahnhof Kassel! – Online Petition

Der KulturBahnhof Kassel war in den letzten Jahren immer wieder Schauplatz kultureller Aktivitäten und stellt dank der Initiative vieler Kulturschaffender in Zusammenarbeit mit der Stadt Kassel ein lebendiges Zentrum dar. Hier begegnen sich Kunst, Kultur und Wirtschaft. Nicht nur durch den Denkmalschutz des Ensembles ist der Ort von touristischem Interesse. Einen vorläufigen Höhepunkt fand dieser als Spielort der dOCUMENTA (13), wobei der KulturBahnhof bereits 1997 und 2002 als Ausstellungsort der documenta X und 11 diente.

Die Ladestraße an der Joseph-Beuys-Straße wurde seit 2009 als „Sektion Nord“ von der Nachrichtenmeisterei (Zollamt, Zollagentur, Zollabfertigungshalle) entwickelt. Einige mögen sich vielleicht an den Sommer 2012 erinnern, während dem die Arbeiten von Daniel Gustav Cramer, Lara Favaretto, William Kentridge, Michael Portnoy, Javier Téllez, Clemens von Wedemeyer, Haegue Yang, István Csákány und dem Critical Art Ensemble in den Lagerhallen bzw. dahinter zu sehen waren. Oder an das dOCUMENTA (13) Café auf dem stillgelegten Gleis hinter dem Zollamt (Base 13). (Ansichten der Ladestraße: ladestrasse.tumblr.com)

Nun soll dieses Areal, das derzeit Kulturschaffenden als Werkstätten, Ateliers, Seminarräume und Ausstellungsflächen dient und den Kreativraum “Batterie” beherbergt, abgerissen werden.

Begründung:

Dass Altes Neuem weichen soll, mag zunächst einmal sinnig und förderungswürdig erscheinen. Schließlich bedeutet der dort neu geplante Standort der Fraunhofer Gesellschaft IWES in Kassel Renommee und sichert Arbeitsplätze. Wozu hierfür allerdings ohne Not gut funktionierende Strukturen nachhaltig zerschlagen werden, scheint wenig verständlich.

Eine Entwicklung des Areals gelang auf der Südseite des Bahnhofs bereits sehr erfolgreich und wurde 2009 mit der Verleihung des Kulturpreises Kassel an die Nachrichtenmeisterei honoriert. In deren Zuge erfolgten ab 2010 Einbauten durch die d13 und die Nachrichtenmeisterei wie z.B. Brandschutztüren oder Oberlichter in den Lagerhallen.

Den bisherigen Mieter_innen wurden keine sinnvollen Alternativen angeboten. Dies ist vor dem Fakt, dass gerade bei der „Förderung der Kreativwirtschaft sehr differenziert vorgegangen werden muss, da sie sich aus verschiedenen Brachen zusammensetzt und die Kreativen stärker als andere Branchen in Netzwerken und kreativen Milieus arbeiten und somit auf ein enges Miteinander angewiesen sind“ (Katharina Heider: Kreativwirtschaft und Quartiersentwicklung: Strategische Ansätze zur Entwicklung kreativer Räume in der Stadt. In: Oliver Frey, Florian Koch (Hrsg.): Die Zukunft der europäischen Stadt. Stadtpolitik, Stadtplanung und Stadtgesellschaft im Wandel. Wiesbaden 2011, S. 137), wenig förderlich im Sinne einer die Kreativwirtschaft fördernden Stadtentwicklung, die sich die Stadt Kassel sonst gerne auf die Fahnen schreibt.

Bisher ist den Berichten zur Neubebauung des nördlichen Areals nicht zu entnehmen, ob eine vertragliche Zusicherung seitens des Fraunhofer Instituts IWES besteht: „Das Geschäft ist nicht ganz risikofrei“, bemerkt Bastian Ludwig in einem Bericht vom 27.05.2013 in der HNA (www.hna.de/lokales/kassel/brache-wird-entwickelt-stadt-will-bauland-fraunhofer-schaffen-2927838.html). Zudem sind Teile der Ladestraße dem Bericht nach denkmalgeschützt (ehemaliges Zollamt, Zentrale Netzleitstelle).

Der Vergleich zu einem ähnlichen Großprojekt, der „Kulturfabrik Salzmann“, lässt sich insofern ziehen, als dass auch hier ein Abriss und die vorherige Räumung eines Verbundes von Kulturschaffenden stattfand. Angesichts der sich nun nahezu in gleicher Weise wiederholenden Vorgänge stellt sich die Frage, ob es in Kassel System haben sollte, Orte, die kulturellen Interessen dienen, nachhaltig zu zerstören ohne Alternativen dafür bereit zu stellen? Dies widerspräche jedoch dem Selbstverständnis der Stadt Kassel, ein Ort der Kultur und der Innovation zu sein.

Vor diesem Hintergrund erscheint ein kompletter Abriss der Ladestraße, der Zentralen Netzleitstelle und altem Stellwerk wenig sinnvoll. Vielmehr könnte dies zu einem Armutszeugnis für die Kunst- und Kulturstadt Kassel, die zumindest alle 5 Jahre doch genau dafür gefeiert wird, werden.

Für eine Koexistenz der beiden Interessen gäbe es genug Platz auf dem Areal. Zudem könnten sich zwischen dem geplanten Neubau der Fraunhofer Gesellschaft Iwes und den bestehenden Gebäuden wie dem Zollamt interessante Bezüge herstellen lassen – auf architektonischer wie auch auf wirtschaftlicher Ebene. (Denkbar wären Ausgründungen, die in den Lagerhallen Büroräume niederlassen und von der zentralen Lage und kreativen Umgebung profitieren können).

Deshalb möchten wir zu einem erneuten Dialog auffordern: Für eine Koexistenz, die einen Fortbestand der Gebäude rund um das Zollamt, dem alten Stellwerk und dem denkmalgeschützten Netzleitstellengebäude mitdenkt.

 


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Kartoffelnotstand bei Senioren vorerst behoben

Die gute Meldung, der Kartoffelnotstand wurde vorerst behoben.
Vor Tagen meldeten die Regionalnachrichten, dass die Senioren in der Seniorenwohnanalage Fasanenhof auf Kartoffeln in ihrem Speiseplan verzichten müssen, da es Lieferschwierigkeiten gab. Und obwohl die Bewohner des Altenheims das Kartoffelmangelproblem bereits aus der Zeit kennen, als sie nach dem Krieg das Land wieder aufgebaut haben, so haben die alten Herrschaften doch offensichtlich nichts daraus gelernt. Denn sie wollten sich nicht mit Reis oder Nudeln abspeisen lassen und beharrten auf ihre gewohnte Stärkebeilage.
So wurde nun das Unmögliche möglich gemacht und Kartoffeln besorgt. Das klingt fast wie aus der Zeit nach dem Krieg. Die Ursache des Mangels – und der deutlich erhöhten Preise für Kartoffeln – liegt am diesjährigen Hochwasser, welches viele Anbauflächen von Frühkartoffeln unbrauchbar machte. Dass es deswegen zu Lieferengpässen kommen könnte, war nicht vorherzusehen. Schließlich setzt man voraus, dass sich die Lebensmittelversorger um eine lückenlose Versorgung kümmern. Wo man doch weiß, wie sehr die Regierung auf Wachstum setzt.

Wie damals, nach dem Krieg.

kartoffel


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Flughafen Kassel-Calden – Klagen der Bürger gegen den Bau abgewiesen – nun doof

Es gab Klagen von Bürgern, doch die wurden vom Richter abgewiesen, da sie auf wirtschaftliche Argumente basieren, über die der Richter nicht zu entscheiden hat. Die Angst vor Fluglärm Belastung war nicht das Problem weshalb die Bürger klagten. Sondern wegen der Rentabilität bzw. der Un-.
Und wegen der verschwendeten Gelder, die von der armen Gemeinde Calden, der überschuldeten Stadt Kassel und dem … Land Hessen dafür abgezogen werden.
Was sowieso alles der Herr Steuerzahler bezahlt.

Es gab aber genug überzeugende Argumente für den Flughafenbau. Deswegen wurde er gebaut.


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Bibliotheken schließen macht reich

Kassel, die Metropole mit dem neuen Flugplatz, die eben noch die rauschende Hessentagsparty feierte, ist Pleite. Als erste Großstadt in Hessen schlüpfte Kassel unter den Rettungsschirm. Zur Lösung des Schuldenproblems von über 1 Mrd. Euro beschloss der Magistrat der Stadt Sparmaßnahmen.
Eine der Sparmaßnahmen ist die Schließung der Stadtteilbibliotheken. Im Rahmen dessen soll auch das Gebäude der Stadtteilbibliothek Wilhelmshöhe verkauft werden.
Dieses:

Stadtbibliothek Wilhelmshoehe

Damit dürften die Schulden schon fast getilgt sein.
Wie clever doch vom Magistrat. Im Grimm-Jahr.


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Wogegen sind wir gerade nochmal?

Heute findet der von E-on gesponsorte Kassel Marathon statt. Lange schon im Vorfeld hatten Kritiker die Plakate zum Marathon mit e-off

und gestempelt.

Allerdings gab es zwischen dem Aufstellen der Plakate und der Marathonlaufveranstaltung eine Veränderung.

„Der Energieversorger Eon Mitte geht zurück an seine früheren Eigentümer: Die Landkreise in Hessen und Südniedersachsen sowie die Stadt Göttingen sind sich mit dem Düsseldorfer Energiekonzern Eon über den kompletten Rückkauf der Tochtergesellschaft einig.“

Das heißt, e-on wird es weiterhin geben und e-on wird auch weiter Atomstrom produzieren, sofern e-on das niemand auszureden vermag. Aber die regionale Abteilung von e-on geht wieder in kommunale Hand. Und kehrt damit einen Prozess um, der in beänstigender Weise um sich greift und auch vor dem Wasser nicht nicht halt macht. Die Privatisierung.
Ein Schritt in die endlich wieder mal richtige Richtung. Gegen e-on sein bleibt uns trotzdem aber wir sollten aber für EAM sein.
Zumindest im Moment.